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Stiftsarchiv St. Florian erhält Brucknerbrief geschenkt

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Anton Bruckner war dem Augustiner-Chorherrenstift Zeit seines Lebens sehr verbunden, und auch seine letzte Ruhestätte hat der Komponist hier gefunden. Im Stift wird sein Andenken gepflegt. Umso mehr freut man sich jetzt über ein besonderes Geschenk an das Stift: einen Orginalbrief, den Bruckner am 21. August 1887 in St. Florian an Marie Richter, die Gattin des Dirigenten Hans Richter geschrieben hat. Hans Richter hatte die Vierte und die Achte Sinfonie Bruckners uraufgeführt.

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Ausstellung „Gemachte Bilder“ in Zürich

Archiv des Schottenstifts -

Mit westlichen Darstellungen islamischer Ordensleute, meist unter dem Begriff „Derwisch“ zusammengefasst, sowie mit der Vielfalt dieser religiösen Grenzgänger und Gottesleute beschäftigt sich die Ausstellung „Gemachte Bilder – Derwische als Orient-Chiffre und Faszinosum“, welche von 22. Oktober 2017 bis 28. Jänner 2018 im Völkerkundemuseum der Universität Zürich zu sehen ist.

Als Leihgabe dort ausgestellt ist auch Cod. 647 (Hübl 442) des Schottenstifts, welcher Salomon Schweiggers „Constantinopolische und Jerusalemische Raisbeschreibungen“ (1592) enthält. In der Vitrine aufgeschlagen ist eine Doppelseite mit kolorierter Federzeichnung, die verschiedene Türckische Ordensleut zeigt. Das Werk des schwäbischen evangelischen Pfarrers Schweigger wurde 1608 gedruckt.

Cod. 647 (Hübl 442)
Salomon Schweigger: Constantinopolische und Jerusalemische Raisbeschreibungen (1592)

Zur Ausstellung ist auch eine Begleitpublikation von Andreas Isler und Paola von Wyss-Giacosa erschienen, die über das Völkerkundemuseum bestellt werden kann.

> > > Webseite der Ausstellung

 

Kulturerberettung im Bräustüberl

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Das Müllner Bräustübl  ist eine Salzburger Institution und bei Einheimischen wie bei Touristen gleichermaßen beliebt. Im Jahr 2017 hat der Betreiber, die Benediktinerabtei Michaelbeuern, ein Salzburger Kulturerbe gerettet, indem es im Bräustübl wiederverwendet wurde. Es ist die Rede von der Ausstattung des sogenannten Marmorsaals im Salzburger Bahnhofsrestaurant, der 2009 bei der Erneuerung des Bahnhofs abgetragen wurde. Mit dem Einbau in einen neuen, 160 Quadratmeter großen Saal im bisherigen Innenhof des Augustiner Bräu fanden die prachtvollen Materalien eine passende Verwendung.

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Die Zukunft von Fiecht

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

In der Zeitschrift der Österreichischen Benediktinerkongregation (füreinander 2/2017) berichet P. Arno Münz aus der Abtei St.Georgenberg-Fiecht folgendes: „Unsere Abtei, derzeit im Inntal beheimatet, richtet seit einiger Zeit einen besonderen Blick auf das Ursprungskloster St. Georgenberg, 5 km bergwärts. […] Die Gemeinschaft beabsichtigt, wieder im Ursprungskloster auf dem Georgenberg einzuziehen. […] Der kleiner gewordene Konvent kann das große Stiftsgebäude nicht mehr kostendeckend nutzen und bewirtschaften.

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Neuer Chorleiter an der Wiener Jesuitenkirche

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Die Jesuiten geben bekannt, dass der Chor des Consortium Musicum Alte Universität, welches die Festgottesdienste in der Wiener Jesuitenkirche gestaltet, einen neuen Leiter hat, den vormaligen Kapellmeister des Doms zu Pavia Stefan Zikoudis. Zikoudis diplomierte am Mailänder Konservatorium in den Fächern Klavier und Cembalo. Er setzte seine Studien in der Schweiz fort, wo er den Master in Musikpädagogik und das Diplom im Konzertfach erhielt. Von 1995 bis 2006 war er Erster Organist und Kapellmeister im Dom von Pavia.

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Tagungshinweis November 2017: „Kultur bewegt“

Archiv des Schottenstifts -

Am 29. November 2017 findet im Kardinal-König-Haus in Wien im Rahmen der Herbsttagung 2017 der Ordensgemeinschaften Österreich die diesjährige Informationstagung des Referats für die Kulturgüter der Orden zum Thema „Kultur bewegt – Glaubenszeugnisse zum Anfassen“ statt. In mehreren Vorträgen wird der Frage nachgegangen, auf welche Weise Kulturgüter Gedächnis- und Verkündigungsorte für Ordensleben sein können. Das vollständige Programm gibt es hier.

Von Bibliothekslandschaft, Bildersaal und Schatzkiste

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Der anderthalbtägige wissenschaftliche Workshop in Halle (Saale) am 26. und 27. Oktober 2017 zum Thema: Historische Schulbibliotheken der Frühen Neuzeit. Eine Annäherung, den bibliotheca.gym bereits ankündigte und an dem ich teilnehmen konnte, war der erste seiner Art: Historische Schulbibliotheken sind wertvolles Kulturgut und eine wenig erforschte bibliothekarische Sammlungsform. Die Tagung – konzipiert, eingerichtet und geleitet von Britta Klosterberg (Halle) – fand im Gebäude des historischen Waisenhauses der Franckeschen Stiftungen statt.

Die in elf Referaten aufgezeigten Themen erfassten zahlreiche Aspekte der wissenschaftlichen Beschäftigung mit historischen Schulbibliotheken.  Einen theoretischen Rahmen entwarf  Axel Walter (Eutin),  indem er anhand der frühneuzeitlichen Bildungs- und Bibliothekslandschaft von Königsberg die These exemplifizierte, dass die jeweiligen Kontexte einer gymnasialen Sammlung stets zu berücksichtigen seien. Dort ließ sich auch die Betrachtung der Funktion von Büchern als Meinungsbildner anschließen, aufgezeigt  an den Schulbibliotheken der Jesuiten von Reinhard Feldmann (Münster)

Die Vorstellungen verschiedener historischer Schulbibliotheken eröffneten ein weites Spektrum. So präsentierte Petra Mücke (Pforte) die Bibliothek der Landesschule Pforta als einen seit Jahrhunderten für Benutzer offenen Ort, während Juliane Jacobi (Berlin) die nach einer Sanierung noch verpackte Sammlung der Ritterakademie Brandenburg vorstellte. Susanne Knackmuß (Berlin) beschrieb eindrucksvoll die Situation der noch unerschlossenen Überreste der einstmals um zwei Drittel umfangreicheren Bibliothek des alten Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin, dessen Gebäude samt Buchsammlung im Zweiten Weltkrieg Opfer der Bomben geworden war.  Jedoch auch bis auf den heutigen Tag bewahrte Sammlungen, die sich noch in den Schulen befinden, scheinen gefährdet. So war von Kristina Hartfiel (Düsseldorf) zu erfahren, dass die im Rahmen von zwei Jahren als Universitätsprojekt  begonnene Erschließung der historischen Bibliothek des Görres-Gymnasiums in Düsseldorf nach Ablauf des Förderungszeitraums nunmehr zu stockt. Die von der Landesbibliothek betreute, sorgsam erschlossene Sammlung der Bibliothek des Gymnasiums am Kaiserdom in Speyer soll, wie Armin Schlechter (Speyer) berichtete, mit seinen ältesten Exemplaren bis 1800 bald das Schulhaus verlassen, weil das Gymnasium andere Schwerpunkte zu haben scheint. Immer wieder reichte der Blick weit in die Neuzeit hinein, so zum Beispiel  in der Vorstellung der Deutschen Lehrerbücherei in Berlin als Basis eines Professionswissens für Volksschullehrer im 19. und frühen 20. Jahrhundert (Joachim Scholz, Stefan Cramme, Berlin).

Neuer Kinderfreund. Leipzig 1795; Titel. Aus der Oratorischen Bibliothek des Königlichen Pädagogiums zu Halle (Quelle)

Dass Schullektüren der Frühen Neuzeit ein noch nicht erschlossenes Forschungsfeld darstellen, wurde von Stefan Ehrenpreis (Innsbruck) verdeutlicht. Mit anschaulichen Beispielen für Bildersäle, Kinderbibliotheken und Denklehrzimmer lenkte Sebastian Schmideler (Leipzig) den Blick auf die Realienpädagogik der Frühen Neuzeit. Eine Ausstellung zeigte uns nach einer Einführung durch Anne Sturm (Halle) einzelne Exemplare einer Schulbibliothek um 1800, leibhaftig und wohlerhalten: In einem Kabinett der  Oratorischen Bibliothek des Königlichen Pädagogiums zu Halle sind zahlreiche Beispiele für Jugendlektüren des 18. Jahrhunderts zu sehen (noch bis 8. April 2018).

Ein Tagungsband wird erscheinen.  Was mir aus den dichten Vorträgen und den anregenden Diskursen im Gedächtnis blieb, sei hier zur Erinnerung notiert:

• die wichtige Rolle privater Lehrerbibliotheken für die schulischen Buchbestände der Vergangenheit

• die noch weitestgehende Unschärfe einer begrifflichen und inhaltlichen Unterscheidung von Schul-, Schüler- und Lehrerbibliothek

• die umfangreichen erhaltenenen Sammlungen von Schulprogrammen im Osten (Brandenburg, Pforte, Halle…)

• die lokal- und regionalgeschichtliche Bedeutung der stets zu den Schulsammlungen  gehörenden  Personalschriften

• die mir bislang unbekannte Einrichtung einer Schuldruckerei, den Begriff des Gymnasialdruckers

und

• Armin Schlechters schöne Worterfindung: „Trophäenbibliothek“  für eine in einer Schule aufbewahrte historische Gymnasialbibliothek, die vor allem als Schatzkiste dienen muss, um die Anstalt zu schmücken.

Beitragsbild:

Gottfried August Gründler (1710-1775), Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen. Kupferstich, 1749. (Quelle + Lizenz)

Diesen Artikel zitieren: Felicitas Noeske, "Von Bibliothekslandschaft, Bildersaal und Schatzkiste," in bibliotheca.gym, 04/11/2017, http://histgymbib.hypotheses.org/2964.

Tagungshinweis November 2017: „Kleine Archive – große Herausforderungen“

Archiv des Schottenstifts -

Am 10. November 2017 findet unter dem Titel „Kleine Archive – große Herausforderungen“ der 8. Niederösterreichische Archivtag im Hypo Panoramasaal in St. Pölten statt. Veranstalter sind das NÖ Landesarchiv und das NÖ Institut für Landeskunde. Auch Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier, der Autor dieser Zeilen, wird einen Vortrag zum Thema „Profilierung und Positionierung von kleinen Archiven“ halten. Das vollständige Programm gibt es hier.

Gymnasialbibliotheken in der Wikipedia

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Bei Archivalia weist Klaus Graf auf zwei Darstellungen von Gymnasialbibliotheken in der deutschsprachigen Wikipedia hin, die einen eigenen Artikel haben:

Die Suche in der Wikipedia mit: bibliothek gymnasium ergibt einige Treffer,  die auf mehr oder weniger ausführliche Erwähnungen einer historischen Bibliothek in Artikeln zu einzelnen Gymnasien hinweisen; auch eine weitere eigene Darstellung zu einer solchen Sammlung lässt sich finden:

Ausführliche Darstellungen innerhalb von Wikipedia-Schulartikeln haben zum Beispiel folgende Gymnasien:

Wenn auch diese kurze Aufzählung nur einer oberflächlichen Suche in der Wikipedia entstammt, liefert sie bereits einen kleinen Einblick in die unterschiedlichen Schicksale dieser weitestgehend bis heute in der Öffentlichkeit unbekannt gebliebenen Sammlungsform.

Einen umfassenden Überblick über Standorte gymnasialer Buchsammlungen liefert das

  • Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland, Band 25. Gesamtregister, Sachregister GES-ME. Zusammengestellt von Karen Kloth und André Schüller. Olms-Weidmann, Hildesheim/Zürich/New York 2000.

Siehe auch:

Wikipedia-Liste der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum

Beitragsbild:

Historische Bibliothek der Stadt Rastatt. Foto: Klaus Graf (Quelle + Lizenz)

 

Artikel über Chancen und Herausforderungen eines Archivpraktikums

Archiv des Schottenstifts -

Im Jänner dieses Jahres hielt Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier, der Autor dieser Zeilen, bei einem Studientag einen Vortrag über Praktika im Archiv. Vor kurzem ist nun das bearbeitete Vortragsmanuskript als Aufsatz in den Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden (MiRKO) erschienen und kann online heruntergeladen werden:

Maximilian Alexander Trofaier, Chancen und Herausforderungen eines Archivpraktikums. Vorschläge aus der Praxis eines kirchlichen Ein-Personen-Archivs, in: MiRKO 2 (2017) 69–76.

Wirtschaftsarchive und Datenschutz

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Beim traditionellen Jänner-Studientag der Archive der Kirchen und Relgionsgemeinschaften - diesmal am 22.1.2018 in Salzburg - geht es diesmal um die Frage, wie Wirtschaftsunterlagen zu archivieren sind, wobei insbesondere Ordnungs- und Bewertungskriterien erörtert werden sollen. Christian Dirninger, Professor für Wirtschaftsgeschichte, wird über den Quellenwert von Archivalien aus den Wirtschaftsabteilungen sprechen, und Christine Gigler vorstellen, wie im Archiv der Erzdiözese Salzburg mit den Übergaben aus der diözesanen Finanzkammer verfahren wird.

Kategorien: TermineVorschauRechtsfragenWirtschaftsarchive

50 Jahre Musicam sacram

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

50 Jahre nach der Instruktion der Liturgiekongregation zur Kirchenmusik fand im Vatikan eine Tagung zum Thema „Musica e Chiesa“ statt. An der Konferenz nahmen rund 350 Musiker, Liturgiker, Komponisten und Dirigenten, Erzieher, Musikwissenschaftler und Theologien teil sowie Vertreter der Orden und Bischofskonferenzen. Die Veranstaltung wurde vom Päpstlichen Rat für die Kultur gemeinsam mit der Kongregation für das Katholische Bildungswesen, dem Päpstlichen Institut für Sakralmusik und dem Päpstlichen Liturgieinstitut von Sant’Anselmo vorbereitet.

Kategorien: Musikarchive

Neuigkeiten zur Geschichte Klosterneuburgs

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Auf der Suche nach noch Unbekannten in der Gründungsgeschichte des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg befinden sich derzeit vier junge Wissenschaftler. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht der Klostergründer, der Babenberger Leopold III. Seiner Person ist im Stift eine reiche bildliche und literarische Überlieferung gewidmet. Dazu gehörén der berühmte Babenberber-Stammenbaum, ein acht Meter breites und vier Meter hohes Gemälde, das man im Stiftsmuseum bestaunen kann, ebenso wie die Babenberger-Genealogie von Ladislaus Sunthaym, die im 15.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenAus Archiven, Bibliotheken und SammlungenOrdensgeschichte

50 Jahre VÖA

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Der Berufsverband der Archivarinnen und Archivare Österreichs beging am 25. Oktober 2017 in Wien das 50jährige Jubiläum seines Bestehens. Weit über 200 Gäste waren ins Haus der Industrie gekommen, um eine nachdenkliche, aber auch fröhliche Feier zu begehen. Durch das Programm führte die ORF-Moderatorin Christiane Wassertheurer.

Kategorien: RückblickArchive

Einblicke in die Heiligenkreuzer Stiftssammlungen

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Für den nationalfeiertäglichen Wandertag in den Wienerwald hat sich der Sammlungskustos des Stiftes Heiligenkreuz P. Roman Nägele heuer etwas besonderes einfallen lassen: Es gab Einblicke in Sammlungen des Stiftes, und zwar in die mittelalterlichen Handschriften, die Münzsammlung und das Musikarchiv.

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